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Tipps & Tricks

 

Was wirklich gegen Fußpilz hilft

 

Fußpilz ist eine unangenehme Angelegenheit: Die Haut am Fuß juckt, ist gerötet und schuppt sich. Etwa zehn Millionen Deutsche leiden an Fußpilz. Zwar gibt es Medikamente, die den Pilz bekämpfen - dieser wird mit der Zeit häufig resistent gegen die Wirkstoffe. Jetzt haben Forscher offenbar ein Wundermittel gegen Pilzerkrankungen entdeckt: Lavendelöl. Wir haben noch mehr Tipps gegen Fußpilz.

 

Lavendelöl tötet Pilzzellen

Ätherische Öle wie Lavendelöl sind schon seit langem als Heilmittel bekannt. Portugiesische Wissenschaftler haben jetzt untersucht, wie Lavendelöl auf Pilze wirkt, die Hautkrankheiten auslösen. Das Ergebnis: Lavendelöl hemmt Schimmel-, Hefe- und Fadenpilze oder tötet sie sogar ab. Die Forscher vermuten, dass durch das ätherische Öl die Zellwände und Hüllen der kleinen Organellen im Inneren der Pilzzellen zerstört werden. Lavendelöl könnte somit eine günstige und effiziente Alternative zu herkömmlichen Anti-Pilz-Medikamenten sein - davon ist jedenfalls Lígia Salgueiro, eine der Leiterinnen der Studie, überzeugt. In weiteren Studien sollen nun die klinischen Einsatzmöglichkeiten von Lavendelöl getestet werden.

 

So beugt man vor

Bei Fußpilz gilt grundsätzlich: Vorbeugen ist besser als heilen. Pilze entwickeln sich am besten in warmem, feuchtem Klima. Deshalb ist es wichtig, dass die Füße genug Luft bekommen. Tragen Sie Lederschuhe und Socken aus Baumwolle - darin kann die Haut besser atmen als in synthetischen Materialien. So oft wie möglich sollte man offene Schuhe tragen oder auch einmal ganz barfuß laufen. Nach dem Waschen sollten die Füße immer gründlich abgetrocknet werden - auch zwischen den Zehen. Regelmäßiges Eincremen verhindert Hautrisse, in denen sich Pilze leichter ansiedeln können.

 

Fußpilz ist ansteckend

Fußpilz ist ansteckend. Die infizierte Haut stößt Zellen ab, die, wenn sie auf die Haut eines gesunden Menschen gelangen, dort ebenfalls Fußpilz auslösen können. Um sich zu schützen, sollte man in öffentlichen Saunen oder Schwimmbädern nie barfuß gehen, sondern Badeschlappen tragen. Ist schon ein Familienmitglied an Fußpilz erkrankt, gilt diese Regel auch im heimischen Badezimmer.

 

Was tun bei Nagelpilz?

 

Nackte Zehen in offenen Schuhen können hübsch daher kommen - außer der Träger leidet unter fiesem Nagelpilz. Den Betroffenen ist die langwierige Erkrankung meist unangenehm und der Pilz bleibt unbehandelt. Dabei wissen viele nicht um die drohende Gefahr: Der gesamte Nagel kann sich lösen. Verfärbt und verdickt er sich, ist der Nagel höchst wahrscheinlich infiziert und der Gang zum Arzt wird unumgänglich.

 

Hartnäckige Sporen übertragen Nagelpilz

Nagelpilz ist ansteckend. Meist wird er an feuchten Stellen wie öffentlichen Schwimmbädern, Duschen, Saunen, Fitnessstudios oder Sporthallen übertragen. Auch ein feuchtes Milieu in luftundurchlässigen Schuhen und Schweiß begünstigen den Nagelpilz. Auslöser ist meist der Pilz Trichophyton, dessen Sporen sich von Mensch zu Mensch übertragen. Die Sporen sind sehr hartnäckig und können auch auf Fußböden, Lattenrosten und Badematten mehrere Wochen über ansteckend bleiben.

 

Nagelschere gründlich desinfizieren

Sind Sie einmal mit dem Nagelpilz infiziert, färbt sich der Nagel gelb-weißlich und verdickt sich. Wenn Sie ihn schneiden wollen, bröseln die Schnittstellen auseinander. Bei einem an Pilz erkranktem Nagel ist es wichtig, regelmäßig möglichst viel vom infizierten Nagel zu entfernen. Nach der Nagelpflege sollten Sie die Schere und andere Werkzeuge gründlich desinfizieren. Bei Nagelfeilen ist das nur schwer möglich, deshalb sollten Sie zu Einwegfeilen greifen. Nagelpilz muss jedoch unbedingt behandelt werden, alleine durch regelmäßiges Schneiden wird er nicht verschwinden.

 

Nagellack hilft nur bei betroffenen Nagelrändern

Wenn nur der äußere Nagelrand betroffen ist, lässt sich der Pilz mit speziellen Nagellacken und Cremes äußerlich behandeln. Sie enthalten pilzhemmende Wirkstoffe, die den Nagel bis auf den Grund reinigen. Wichtig ist es, vor jedem Auftragen die Nageloberfläche aufzurauen, nur dann kann der Wirkstoff in den Nagel eindringen.

 

Unbehandelter Nagelpilz zerstört den gesamten Nagel

Ist der Pilz bereits ins Nagelbett vorgedrungen, wird auch der nachwachsende Nagel umgehend infiziert. Ein Herauswachsen des Pilzes ist dann nicht mehr möglich. Dann müssen spezielle Tabletten eingenommen werden. Doch auch dann kann die Behandlung bis zu einem Jahr dauern. Besonders wichtig ist bei jeder Art der Behandlung, geduldig zu sein und die Medikamente regelmäßig einzunehmen. Bleibt Nagelpilz unbehandelt, kann es sein, dass sich mit der Zeit der gesamte Nagel zersetzt und abbröselt.

 

(Quelle: T-Online)